Wird grüner und schwarzer Tee aus der gleichen Pflanze gewonnen?

Egal, ob schwarz, grün, weiß oder gelb, alle Teesorten haben ihren Ursprung in der gleichen Pflanze. Camellia sinensis heißt sie mit botanischem Namen. Sie gehört zur Gattung der Camelien und sieht ganz ähnlich aus wie die wunderbar blühenden Kamelien in unseren Gärten. Es gibt zwei Arten, eine stammt aus China (Camellia sinensis var. Sinensis), die andere aus Indien (Camellia assamica) bzw. Sri Lanka. Diese beiden Pflanzen haben vieles gemeinsam, sie lieben tropisches und subtropisches Klima und wachsen besonders gut in Höhenlagen. Gleichzeitig gibt es auch Unterschiede, und zwar nicht nur im Geschmack: Die chinesische Variante der Teepflanze ist temperaturunempfindlicher, sie verträgt sogar etwas Frost während Camelia assamica viel Sonne braucht. Ihre Blätter werden bedeutend größer und dicker als die chinesische Variante, deren Blätter kleiner und zarter sind. Teebäume und -sträucher können viele hundert Jahre alt werden. Werden sie nicht beschnitten, werden sie bis zu 20 Meter hoch. Die heute bei uns erhältlichen Teesorten sind Kreuzungen (Hybriden) dieser beiden Teepflanzen. So wurde erreicht, dass Teepflanzen nicht nur in den Ursprungsändern China und Indien, sondern auch in Ländern mit anderem Klima und auf anderen Böden wachsen. Zu den Hauptteeanbauländern gehören neben China und Indien Japan, Taiwan, Korea, Thailand, Afrika, die Türkei, Russland, Neuseeland und sogar in England soll es erste Teeplantagen geben. Durch die unterschiedliche Verarbeitung der Teeblätter entstehen die verschiedenen Teetypen.

Enthält Tee genau so viel Koffein wie Kaffee?

Nein! Während eine Tasse Kaffee (150 Milliliter) 100 bis 120 Milligramm Koffein enthält, sind in einer Tasse Tee (150 Milliliter) je nach Sorte nur 20 bis 50 Milligramm.

ist die Wirkung des Koffeins aus Kaffee und Tee gleich?

Nein. Das Koffein im Kaffee wird bereits im Magen aufgenommen. Es tritt schnell ins Blut über, wirkt schnell anregend und aufputschend. Das Koffein im Tee ist an Gerbstoffe gebunden und wird erst im Darmsaft aufgespalten. Es dauert also etwas länger, bis sich die anregende Wirkung des Koffeins bemerkbar macht. Wer also den schnellen Muntermacher braucht, sollte sich an Kaffee halten. Wer lieber eine gleichmäßige und länger anhaltende Wirkung des Koffeins bevorzugt, sollte eine Tasse Tee trinken. Allerdings gibt es eine Ausnahme: Der japanische Matcha-Tee. Er enthält so viel Koffein, dass er es mit dem Kaffee durchaus aufnehmen kann.